“Siedlung Am Steinberg” beteiligt sich am Reinickendorfer Turmblasen

In der Vergangenheit waren wir bereits mit den Aktiven Mietern aus der Siedlung Am Steinberg beim Reinickendorfer Turmblasen.
Wir erinnern uns an die beschämenden Worte des Bürgermeisters, die er damals von sich gab. Über Unwillen, welchen man in einer Demokratie ertragen muss, sprach er. Jetzt muss es dieser Bürgermeister ertragen, dass seine Schäfchen die Sachen selber in die Hand nehmen. Es sei erlaubt zu sagen, sie machen es sehr gut. Reinickendorf kann mehr aktive Bürger vertragen, denn das macht das Leben bunt und lebenswert.

 

Entliehen aus den sozialen Netzwerken.

“BAM” oder “gönn dir”, würde man es vielleicht in der heutigen Jugendsprache kommentieren, aber ich sage einfach mal, schön war es.

Aber fangen wir doch von vorne an. Der Reinickendorfer Bezirksbürgermeister Frank Balzer, lässt einfach so das Reinickendorfer Turmblasen 2016 platzen. Aus der Tagespresse musste man dann auch noch eine recht ungewöhnliche Begründung für sein Verhalten entnehmen. Aber was soll es. Wer braucht schon den Bezirksbürgermeister und seinen Rathausturm, wenn man die Alt-Wittenauer Dorfkirche mit ihrem wunderschönen Glockenturm hat. Gesagt getan, voller Eifer und ohne lange über Personalprobleme nachzudenken, machten sich einige Reinickendorfer Bürger an die Organisation einer Ersatzveranstaltung.

Auch die Mieterinitiative der “Siedlung am Steinberg” wollte und konnte sich bei diesem Event stark einbringen. Mit großem Einsatz wurde die Veranstaltung bei lokalen Gewerbebetrieben mit Handzetteln beworben, helfende Hände erreichten große Mietergemeinschaften wie z.B. ReinickesHof, die sozialen Kanäle wurden aktiviert und schnell sprach sich die Veranstaltung im Bezirk herum. Mit freundlicher Unterstützung der Familie Lenz aus der Siedlung am Steinberg, die mit hunderten Glühweintassen, Kesseln, Beleuchtung und weiterem Equipment half, konnte der Glühweinstand vor der Dorfkirche realisiert werden. Der Weinhändler präsentierte hierbei seine neuesten Winzerglühwein-Rezepte.

Am Silvesterabend um 19:00 war es dann endlich soweit, sehr viele Reinickendorfer hatten sich vor der Dorfkirche eingefunden, um ihre Tradition des Turmblasens weiterzuführen. Die Aktiven aus der “Siedlung am Steinberg” hatten alle Positionen am Glühweinstand besetzt und hatten gut zu tun um die Massen der Glühweinwilligen freundlichst zu bedienen. Als dann die ersten Klänge der Bläser vor der hell erleuchteten Dorfkirche erklangen, rückten die vielen Menschen noch enger zusammen, um einen Blick auf das Ensemble zu erhaschen. Der Sturm der Glühweintrinker wollte über die ganze Veranstaltung hinweg nicht abebben und wir als Steinberger sind sehr froh unseren Beitrag zum glücklichen Erfolg dieser tollen Veranstaltung beigetragen zu haben.

Mein persönliches Resümee ist, dass wir den Rathausturm und seinen Bürgermeister nicht mehr benötigen. Die Stimmung vor der alten Dorfkirche, das sanfte Licht, der freie Blick auf die Bläser und das zufriedene Lächeln in den Gesichtern der vielen Besucher, zeigte mir, dass die Musiker, die Sprecher, die Gemeinde Alt-Wittenau und auch wir als Steinberger alles richtig gemacht haben. Ich freue mich schon jetzt auf das kommende Silvester und bin mir sicher, dass mit etwas mehr Vorlauf noch einiges mehr gehen wird.

Danke an alle Besucher, alle Unterstützer und alle Helfer vor Ort.

Ihr wart große Klasse.

P.S. Die unzähligen Kommentare über unseren Bezirks-Bürgermeister, die ich mir während der 2 Stunden beim Glühweinausschenken anhören durfte, habe ich heute mal unkommentiert gelassen. Aber was nicht ist….

Foto Credits:sima.berlin

 

 

Wir rufen alle Reinickendorfer und Berliner auf

Solidarisiert euch mit den Aktiven aus der Siedlung Am Steinberg

Sie kämpfen auch für Euch

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